054-Ebershausen
von Bauern, Zünften und Gewerbeleuten
 
1497
Ebershauser Mühle
Das Alter der Ebershauser Mühle auf Hs. Nr. 27 (heute Seifertshoferstr.10) mit drei Mahlgängen und einem Gerbgang ist nicht bekannt. Sie wechselte in den früheren Jahrhunderten ihre Besitzer, bis sie mit dem größten Teil des Ortes 1497 vom Kloster Beuren bei Babenhausen angekauft wurde und erst infolge der Säkularisation in Privatbesitz überging. Das Mühlgut betrug 1835 rund 81 Tagwerk. Erst 1907 kam sie in den Besitz der Familien Haug und später Dobler. Im Jahre 1912 umgebaut, 1921 als Kunstmühle eingerichtet, beendete Sie 1972 ihre Arbeit. Die Ölmühle gehörte zu Hs.Nr.42.
 
1611
Wirtsgut und Taverne
Zum Wirtsgut Nr. 40 (Babenhauserstr. 14) gehörte eine Taferne mit Brauereigerechtigkeit laut Gültbucheintrag von 1611 und das Recht Branntwein herzustellen. Von 1497 bis 1803 war Ebershausen in Besitz des Franziskanerinnen Klosters Klosterbeuren bei Babenhausen. Damals ging auch die Taverne in das Eigentum des Klosters über. Heute, nachweislich nach 385 Jahren, ist die Gastwirtschaft in Privathand und gehört der Familie Albrecht -früher  Brutscher-. Die Brauerei wurde 1911 geschlossen. Die zweite Schankwirtschaft - auch Untere Wirtschaft - genannt befand sich auf dem Haus Nr. 21 1/3. Im Jahre 1985 wurde das Haus verkauft und einige Jahre später, nach erneutem Verkauf diese Wirtschaft geschlossen. Heute befindet sich eine Gravur Werkstatt in diesem Gebäude.
 
1870
Brauereien in Ebershausen
 
Ebershausen (Albrecht)
1870 gegründet
1876 Brauerei Franz Brutscher
1896 Brauerei Engelbert Brutscher
1911 Brauerei Adolf Albrecht
1911 Brauerei geschlossen
 
Seifertshofen (Keller)
1870 gegründet
1895 Brauerei Victus Goßner
1914 Brauerei Daniel Goßner
1920 Brauerei Geschw.Goßner
1931 Brauerei (Pfister) geschlossen

1689
Der Lehrer
Georg Consales (auch Gundtsales) so der Name des ersten, nachweisbaren Lehrers in Ebershausen im Jahre 1689. (Siehe auch Schule, Lehrer und Kindergarten in Ebershausen)
 
1746
Der Mesner
In Mittelschwaben war es bis vor 100 Jahren Brauch, daß der Mesner allein in der Zeit vom 4. Mai (Kreuzauffindung) bis Jakobi oder gar bis 14. September (Kreuzerhöhung) mit einem Holzkreuz an bestimmten Tagen betend um die pfarrliche Ösch (Feldteile) zog. Im Gemeindearchiv zu Ebershausen liegt eine Bestallungsabschrift vom 23. Juni 1746. Nach Nummer 12 dieser Dienstvorschrift für Mesner hat dieser „nach dem ersten Wettersegen alle Freytag bis zue den ersten Freytag nach Jacobi mit einem Cruzifix undt eimem Glöcklein umb die ganzen pfarrlichen Ösch als Ebershaußen, Waltenberg und Mohrenhausen zu gehen undt vermittelst abbettung eines Psalters den allerhöchsten zue erbitten, das derselbe die liebe Feldtfrüchte vor alle schaur und Unglücks gnedig befreyen wolle“
 
1860
Weber
In Ebershausen gab es um 186o genug Söldner (Soldempfänger), die nebenzu als Weber sich den Lebensunterhalt verbesserten. An sie erinnern noch zwei Hausnamen: beim Bäckerweber ehemals Hs.Nr. 3 (Vogt Hermann) und beim Juliweber, ehemals Hs.Nr. 20 (Baumeister/Kögel)
 
Verkehr
Das erste Fahrrad in Ebershausen hatte Jakob Stiegeler in den Jahren um 1900. Anfang der 30er Jahre fuhr das erste Motorrad in Ebershausen. Der Besitzer ist nicht bekannt. In den letzten Kriegsjahren (1943/44) kam das erste Auto nach Ebershausen. Stolzer Besitzer war damals Roman Haug.
 
1900
Spar- und Darlehnsverein
Der im Jahre 1900 gegründete Spar- und Darlehnsverein umfaßte die Gemeinde Ebershausen und die Gemeinde Seifertshofen. Adolf Albrecht wurde der erste Vorstand nach der Gründung und Ernst Weckerle der erste Rechner. Darlehnsvereine gehörten seit 1876 - der Ebershauser Verein seit seiner Gründung -bestehenden Landwirtschaftlichen Zentraldarlehnskassen an. Ab dem Jahre 1923 gehörte der Ebershauser Spar- und Darlehnsverein zu der Deutschen Raiffeisenbank.Geschäftsführer war der sogenannte „Rechner“. Nachdem der Verein das heutige Lagerhaus erstellt  hatte wurde er 1965 aufgelöst und in die Raiffeisenbank Krumbach eingebunden. Letzter Rechner war Johann Gottner. Die Geschäftsräume befanden sich im heutigen  Anwesen Gottner, Zaiertshoferstr. 14
 
1907
Energie
Nachdem das Kraftwerk in Breitenthal am 1.9.1899 in Betrieb genommen wurde erhielt Ebershausen im Jahre 1907 zum ersten mal elektrischen Strom. Die Gemeinde Seifertshofen wurde erstmals 1925 an das Stromversorgungsnetz angeschlossen.
 
1909
Telefon
Das erste Telefon in Ebershausen wurde am 16.1.1909 im Sägewerk installiert.

1913
Post in Ebershausen
Von der damaligen Postagentur Ebershausen, die zur Oberpostdirektion Augsburg gehörte, wurden die Ortschaften Ebershausen, Riedmühle, Tafertshofen, Flüssen, Gangwalden, Oberried, Seifertshofen und Hairenbuch betreut. Der Briefträger hatte die genannten Orte täglich zu Fuß zu bedienen. Sein Dienstbeginn war täglich um 6.20 Uhr. Dienstende war, nachdem er 18,2 km zu Fuß zurückgelegt hatte um 15.15 Uhr. Bei Einführung der Postleitzahlen hatte die Gemeinde Ebershausen die Leitzahl 13b. Die Poststelle befand sich gegenüber der ehemaligen Molkerei. Anfang der 60-Jahre, als dIe Posthalterin Joas Anna in Pension ging wurde die Poststelle in Hause Kössinger Sebastian - bei der Linde- verlegt. Im Jahre 1963 wurden die neuen, vierstelligen Postleitzahlen eingeführt. Ebershausen erhielt die Nummer 8909. Den Stempel mit der neuen Postleitzahl erhielt die damalige Posthalterin - Frau Anna Kössinger-  am 23. März 1963. Bei der erneuten Umstellung am 1. Juli 1993 wurde Ebershausen die Zahl 86491 zugeteilt.Nachdem die Posthalterin Kössinger in der Ruhestand versetzt wurde zog die Post aus dem Räumen im Hause Kössinger aus. Herbert Kubicek baute 1983  an der Babenhausestr. 2 ein neues Gebäude und vermietete der Post die notwendigen Räume für die Poststelle in Ebershausen. Herbet Kubicek wurde neuer Posthalter in Ebershausen. Im Frühjahr 1996 wird die Zustellung (im Zuge der Postreform II) für Ebershausen, Seifertshofen und Waltenberg die bisher von Ebershausen aus erfolgte, nach Krumbach verlegt. Ab 26. Juli 1997 wurde die Post in Ebershausen wegen zu geringer Nachfrage geschlossen. Letzte Bedienstete der Postfiliale in Ebershausen war Reingrad Kubicek.
 
1922
Das Sägewerk
Das Sägewerk Ulrich Bonenberger sen. wurde 1922 in Ebershausen gegründet; in Krumbach wurde 1949 das ehemalige Sägewerk Josef Haugg (gegründet um 1890) hinzu gepachtet und 1951 käuflich erworben. Diesem Betrieb wurde 1955 ein Hobelwerk angeschlossen und gleichzeitig der Import und Export von Rund- und Schnittholz intensiviert. Am Stammbetrieb in Ebershausen entstand schließlich 1969 ein nach neuesten Erfahrungen ausgerichtetes Sägewerk mit 25 Beschäftigten.  Dieses neue Sägewerk  brannte in der Nacht vom 31. Mai auf 1. Juni 1995 nieder und der Sägereibetrieb wurde geschlossen. Der Sachschaden wird auf 2 Mill. DM geschätzt. Die Beschäftigten werden alle arbeitslos. Die Brandursache konnte nicht aufgeklärt werden. Am 13. Mai 1997 gegen Mitternacht brennt das alte Sägewerk samt Sägmehlturm, das als Lager diente, durch Brandstiftung nieder. Der Sachschaden wird auf 200 000 DM geschätzt. Noch in der Brandnacht wird ein 17. jähriger angehender Feuerwehrmann als Brandstifter festgenommen. Er gesteht die Tat.
 
Rundfunk
Der erste Radio dürfte nach Angaben der Chronisten 1924  bei Roman Haug in Ebershausen gespielt haben.
 
1926
Flurbereinigung in Ebershausen
Im Jahre 1926 hat sich die Gemeinde zur Grundstücks-zusammenlegung und Feldregulierung (heute: Flurbereinigung) -nur Ackerlage- angemeldet. Der eigentliche Beginn der Flurbereinigung war 23 Jahre später, nämlich 1949. Die Neuverteilung fand im Jahre 1951 statt. Die Flurbereinigung der „Wiesenlage“ war gemeinsam mit der Flurbereinigung in Seifertshofen. Diese Neuverteilung fand dann im Jahre 1973 statt.
 
1927
Ziegelei in Ebershausen
Die Ziegelei in Ebershausen befand sich am linken Ortsende in Richtung Zaiertshofen. 1930/31 wurde der Betrieb eingestellt. Auf diese Ziegelei weißt heute noch der Hausname „beim Ziegler“ hin (heute Anwesen Gottner Wilhelm, Zaiertshoferstr. 14). Der letzte Ziegeleibesitzer war Ottmar Schmid der im Jahre 1923 verstarb. Danach  wurde der Betrieb bis zur Schließung von dessen Schwiegersohn, Johann Gottner, weitergeführt.

Schmied
Der Ort Ebershausen besaß zwei Schmieden, die heute noch unter ihrem Hausnamen „Bruckschmied“ - heute Anwesen Wagner- und Fendschmied  - heute Kfz- Reng -bekannt sind. Der „Bruckschmied“ beendete seine Tätigkeit in der Schmiede Anfang der siebziger Jahre. Beim „Fendschmied“ wird   neben   seiner Haupttätigkeit als Kfz- Werkstätte immer noch das Schmiedehandwerk betrieben.
Neben dieser Kfz- Werkstätte besteht heute noch das  Anfang der 60- Jahre gegründete Autohaus Lederer mit Tankstelle an der Ortseinfahrt von Krumbach kommend. In Seifertshofen war Anton Link der Schmied. Dessen Sohn Georg (+1965) erbaute Ende der 50-Jahre eine neue Schmiede an der Straße Richtung Ebershausen
 
1956
Pfarrer & Pfarramt
Pfarrer in Ebershausen lassen sich bis etwa 1650 zurück nachweisen. Bis zum Jahr 1995 wirkten 21 Pfarrer in Ebershausen. In diesem Jahrhundert war Pfarrer  Max Rimmele (1906-1914), Pfarrer Eduard Egger ( 1927-1942) und Pfarrer Dr. M. Barfüßler (1945-1953) in Ebershausen tätig. Pfarrer Fritz Schropp wird am 1. Oktober 1956 Pfarrer in Ebershausen und Nattenhausen (siehe auch „Chronik der Pfarrei Ebershausen“) Pfarrer Fritz Schropp feiert am Samstag, 31. August 1996 (19.00) gemeinsam mit Pfarrer Johannes Utz und Dekan Ludwig Gschwind in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Ebershausen  mit einem Dankgottesdienst seinen 70. Geburtstag, sein 45. jähriges Priesterjubiläum und seine 40.- jähriges Wirken als Pfarrer von Ebershausen. Bei dem anschießenden Festabend im Gasthaus Albrecht wird er von der Gemeinde, den Vereinen und dem Pfarrgemeinderat geehrt. Die Vereine spendieren als Geburtstagsgeschenk gemeinsam 860.- DM die den  Priestern ohne Lohn in Afrika zukommen sollen. Mit Wirkung vom 1.9.1996 wird das Pfarramt Ebershausen aufgelöst und mit dem Pfarramt St. Michael in Krumbach zusammengelegt. Pfarrer in Ebershausen bleibt weiterhin, der sich ab diesem Datum in Ruhestand befindliche, Geistl. Rat Fritz Schropp.
 
1960
Schuster
Ebershausen hatte drei Schuster auf die bis  heute noch die Hausnamen „beim obren Schuster“ (Strobel Ludwig) beim „Juleschuster“ (heute Steurer & Wild) und beim  „untra Schuster“ (heute Strobel Anton) hinweisen. Als letzter gab die Schusterei der „untre Schuster“, der die Schusterei im Gegensatz zu den anderen, gewerblich betrieb,  im Jahre  1960 auf.

1960
Fernsehen
Das erste Fernsehgerät „schwarz weiß“ dürfte in Ebershausen anfang der 60- ziger Jahre gelaufen sein. Es stand  bei der Familie Seidel/Friedl (heute: Mühlgasse 4)

1972
Wagner
Beim jetzigen Transportunternehmen Fischer (Hausname: beim Wangler) war der Wagner von Ebershausen. Neben den früheren mit Eisen bereiften Wagen stellte Kaspar Beggel - so der letzte Wagner in Ebershausen- auch Schlitten und Ski her. Beggel hatte 1930 die Wagnerei von seinem Vorgänger der Familie Hörman erworben. Bis zu seinem Tode 1972 führte er die Wagnerei.

Sattler
Beim heutigen Anwesen Hofmann in der Babenhauserstr.19 (letztes Haus links) war die Ebershauser Sattlerei. Letzter Sattler war Franz Miller. Sein Sohn verkaufte das Haus aus beruflichen Gründen und zog von Ebershausen nach Memmingen.
 
Schreiner
Drei Schreinereien sind in Ebershausen bekannt. Die Schreinerei Finkele, die heute noch besteht und erst vor zwei Jahren am Ortseingang, von Krumbach kommend, einen neuen Betrieb eröffnete. Schreiner Ottmar Finkele kam im Jahre 1926 nach Ebershausen und übte seinen Beruf im Nebenhaus der Landwirtschaft Schmöger aus. Zwei Jahre später, 1928,  kaufte er das Grundstück vom Hieber in der heutigen Ernst- Weckerle Straße und erbaute dort eine Schreinerei. Von dieser Zeit stammt auch der Hausname „beim Hieber“. Eine weitere Schreinerei war beim Schreiner Korbinian Angerer (+ 1904). Sein Sohn Alfons führte die Schreinerei noch zu seinem Tode 1942. >Hausname beim „Korbe“< (Heute Haus zwischen Hasel und Wild & Steurer). Auf die dritte Schreinerei in Ebershausen weißt eben falls ein Hausname hin: „Beim Schreiner“. Heute Anwesen: Pietsch/Kraus in der Mühlgasse.
 
Wegmacher
Beim „Wegmacher“, so war auch der Hausname der Familie Negele. Herr Michael Negele (Vater vom berühmten Ebershauser Schauspieler und Mundartdichter Robert Negele) war Wegmacher. Seine Wohnung hatte er an der Ecke Kirchhaslacherstr./ Buchenstr. - heute: Nieder/Bader). Er verstarb im Jahre 1969
 
Korbmacher
Körbe aus Weidenruten, zur Verwendung in Haus und Hof wurden gefertigt beim „Grettamacher“  Heute: Mutzel, Babenhauserstr. .Auch im Hause der heutigen Familie Dreher, Kirchhaslacherstraße wurden Körbe gefertigt. Besenmacher Besen aus Birkenreis (Reisbesen) stellte Alois Amann in seinem Anwesen her. (Heute Haus:Burkhard J. Kirchberg). Beim heutigen Nachbarn (ehem. Weber), wurden ebenfalls Besen und Bürsten hergestellt.
 
Lebensmittel
Mit Lebensmittel wurden die Ebershauser Bürger durch vier „Kolonialwarenhandlungen“ versorgt, von denen heute noch das Lebensmittelgeschäft Finkele besteht. Das Lebensmittelgeschäft Finkele schloß im Jahre 2000 nachdem die letzte Inhaberin Zita Finkele verstorben ist. Die drei weiteren Geschäfte befanden sich beim „Probst“ (heute Kirchberg 1) beim „Axmann“ (heute Babenhauserstr. 5) und beim „Zuckermaier“ (heute Sandberg 3).
 
1896
Bäckerei
Ehemals war die heutige Bäckerei Vogt, (die Familie kam im Jahre 1896 von Wattenweiler nach Ebershausen und übernahm die Bäckerei Frombold) in der Mühlgasse (heute Vogt Hermann). Das Gebäude der ehemaligen Bäckerei wurde abgerissen und durch das heutige Anwesen ersetzt. Früher wurden wochentags, in dem mit Holz und Kohle befeuertem Backofen, nur Brot -weiß und schwarz- und Semmel gebacken. Samstags und Sonntags gabs zusätzlich noch Brezen. Vogt belieferte auch noch, mit seinen Backwaren, die auf einen Handwagen geladen waren, die Ortschaft Zaiertshofen. Im Jahre 1969 erbaute sich Josef Vogt, die heute in der vierten Generation, bestehende Bäckerei an der Babenhauserstraße. Es kann aber davon ausgegangen werden, daß bereits viele Jahre zuvor in der Mühlgasse eine Bäckerei bestand in der auch Söldner als Weber arbeiten. ( s. auch  unter Weber). Aus dieser Zeit dürfte auch der Hausname „beim Bäckerweber“ (=die Weber beim Bäcker) stammen.

1911
Metzgerei
Eine Metzgerei, früher auch Schlachterei genannt, befand sich immer schon am heutigen Platz der jetzigen Metzgerei  Schregle in Ebershausen. Albert Schregle sen., aus Zaiertshofen, übernahm bei seiner Heirat mit Maria Dirr im Jahre 1911 die Metzgerei von der Familie Dirr. Nachdem die zwei Kinder von Albert und Maria Schregle schon im Kindesalter verstarben, nahmen sie 1919 ihren Neffen Karl Schregle, aus Zaiertshofen als Pflegekind an. Im Jahre 1929 wurde die ehemalige Metzgerei Dirr abgerissen und durch eine neue Metzgerei ersetzt. Als dann Albert Schregle jun. im Jahre 1975 die Metzgerei übernahm, fiel die im Jahre 1929 erbaute Metzgerei der Spitzhacke zum Opfer und wurde mit der heutigen Metzgerei ersetzt.
 
Hausmetzger
Als Hausmetzger (Schlachtung auf dem Hof und anschließender Verarbeitung)war vor allem in den Nachkriegsjahren Xaver Stiegeler tätig. Hierzu war auch der örtliche „Fleischbeschauer“ notwendig, um die Güte des Fleisches zu prüfen. Wie Hausmetzger Stiegeler so war auch der Metzger Schregle als Hausmetzger in Ebershausen tätig.
 
Seegrasverabeitung und Seegrasspinnerei
Mit dieser Arbeit verdiente sich überwiegend Alois Amman seinen Lebensunterhalt. Gelagert wurde das Seegras im Seegrasstadel (ehemals bei den heutigen Anwesen Strobel J. und Janovsky). Hier wurde es gesponnen und dann an verschiedene Betriebe zur Herstellung von Polster und Bettunterlagen verkauft. Als letzter hat Karl Keller aus Seifertshofen noch diese Arbeit verrichtet.
 
1994
Pfennigfuchser in Ebershausen
bezog im Herbst 1994 das Lagerhaus der Raiffeisenbank mit seinem Angebot, das besteht aus Militärkleidung, Bundeswehrartikel und Kleineisenwaren. Am 16. und 17.8.1996 feiert er sein 2-jähriges Bestehen in einem kleinen Festzelt zu außergewöhnlich günstigen Preisen.
 
Quelle: Chronik Ebershausen
Text: Fritz Spiegel
 
    
    
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