156 -  Ebershausen Sonnenuntergang
 
Auszug aus der Chronik der ehem. Gemeinde Seifertshofen

Die Schreibweise für Seifertshofen lautete früher: 
Sigebrechtshoven, Sibrehtshoven, Sibrachtshofen,
Seybraczhofen, Seybertshofen, Seybertzhofen,
Seybertzhoven(= zu den Höfen des Sigeprecht).
Somit ist der Ortsname zurückzuführen auf einen Vornamen (Siegeprecht).
Die erste bisher bekannte Erwähnung von Seifertshofen stammt aus dem Jahre 1316.
Seifertshofen gehörte zur hochstiftlichen Burg Hasberg und musste auch an diese den Zehent zahlen.


Der größte Bauernhof war der „Malerbauernhof“ bei  Nr. 3. Er hatte einst 150 Tagwerk Besitz.
105 Tagwerk gehörten zum zweitgrößten Bergbauernhof Nr. 14. Weitere kleinere Höfe waren die Nr. 5 (Finger), 6 (?), 8 Schiegg), 10 (Dopfer),12 (Weber). 

Die Seifertshofer Mahlmühle bei Nr. 7 (Jenuwein) gelangte durch den Kauf von
Rechberg zu Hohenrechberg an das Kloster Roggenburg.
Im Jahre 1581 übernahm Jakob Fugger von Kirchberg- Weißenhorn den Roggenburgischen Besitz. 1695 wechselte dieser zur St. Jakobspfründe in Augsburg. Im Jahre 1924 wurde das geschäftige Leben in der Mühle durch einen Brand ausgelöscht.
 

 

 
 (im Bild links die Spezereihandlung Maushart)  
 
Auf dem Anwesen Nr.11 (rechts), des heutigen Gasthauses Keller, bestand seit 1699 ein Wirtschaftsbetrieb (Schenkwirtschaft), eine Taferne, eine Bierbrauerei, eine Brandtweinbrauerei sowie eine Metzgerei. Die Brauerei in Seifertshofen (Goßnersche Bierbrauerei) wurde 1931 geschlossen.
Im Gemeindebesitz war das "Hirtenhaus" Nr. 15 (bei der Kapelle) und 160 Tagwerk Feld.
 
Mit der bayerischen Gemeindereform 1978 wurde die politische Gemeinde Seifertshofen aufgelöst
und mit der Gemeinde Ebershausen zusammengelegt.
 
Text: © Fritz Spiegel  
Bilder: Archiv & Fritz Spiegel

 

    
    
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