054-Ebershausen
Auszug aus der Chronik der Pfarrkirche St. Martin in Ebershausen
 
Geschichte
 
Ebershausen gehört vermutlich zu den „Urpfarreien“ der Diözese Augsburg. Auf das weist das Martins- Patrozinium, das bei Kirchenbauten im Fränkischen Reich (482-843) sehr beliebt war und der Umfang der Pfarrei hin. Zu Ebershausen gehörten die Filialen Seifertshofen und Waltenberg – sowie bis 1803 (?) auch Mohrenhausen. Nach unbestätigter Überlieferung soll im Mittelalter auch Zaiertshofen eine Filiale von Ebershausen gewesen sein.
Zum ersten Mal wird am 26.11.1433 in den Unterlagen des Klosters Roggenburg eine Pfarrkirche in Ebershausen erwähnt. Hierbei handelt es sich sehr wahrscheinlich nicht um den heutigen Bau sondern evt. um die frühere, romanische Kirche.

Holzkirche und romanische Kirche

Bei Unterfangungsarbeiten am Turm wurden 1968 Brandschutt und romanische Mauerreste gefunden. So kann davon ausgegangen werden, dass hier zunächst eine Holzkirche und später eine romanische Kirche aus Stein stand, bevor der heutige gotische Bau errichtet wurde.

Baugeschichte der heutigen Kirche

um 1500 - gotische Kirche
Bau der heutigen Kirche mit gotischer Innenausstattung
 
um 1700 - barocke Kirche
Unter Pfarrer Franz-Xaver Fend wird die gotische Innenausstattung entfernt und durch eine barocke Ausstattung ersetzt. Pfarrer Fend spendete dazu 500fl (siehe dazu Tafel an der Südseite der Kirche)
 
1913 - Jugendstil
Pfarrer Max Rimmele gestaltet die Kirche wieder um. Für die barocke Innenausstattung wurde eine Ausstattung von Barockisierenden-,gemischt mit Jugendstilformen eingebaut (grün-gold).
 
1969 - Moderne
Pfarrer Fritz Schropp gestaltet die Kirche nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils um. Diesmal erhält sie, nach den Plänen von Friedrich Koller, eine moderne Ausstattung die bis heute erhalten ist. Aus der ehemals barocken Ausstattung sind noch erhalten die 12 Apostelfiguren und das Vortragskreuz an den Wänden des Kirchenschiffs,
Jesus und Maria in der Beichtkapelle, die Ölbilder "Maria Himmelfahrt" und "Tod des hl. Josef" im Chorraum sowie die Monstranz und einer der Kelche. Ebenfalls aus der barocken Einrichtung stammt die Ölberggruppe, der Kerkerheiland sowie der Weihwasserkessel im Vorzeichen.Von der Umgestaltung in den Jugendstil (1913) erhalten geblieben sind die Deckenbilder und Deckenfresken, die Darstellung des Hl. Martin mit dem Bettler, der Tabernakel vom linken Seitenaltar  (Originalfarbe dieser Einrichtung) und die Orgel.


2008 - 2010
Die Kirche St. Martin wird erneut saniert. Der marode Dachstuhl wird zum Teil erneuert und die gesamte Kirche mit neuen Dachplatten eingedeckt.
Die Außenfassade wird ausgebessert und neu getüncht.Die zum Teil total zerfallene Kirchenmauer, im Nord- und Ostbereich, wird durch eine neue Mauer ersetzt. Der Kirchberg
wurde abgeholzt und gereinigt.
 
2011
es beginnen die Planungen für die Innensanierung

2014
im Juni 2014 beginnen unter der Leitung von Architekt Martin Büchele von der
Kling Architekten GmbH in Krumbach und der Künstlerin Anne Hitzker- Lubin aus Augsburg
die Innenrenovierungsarbeiten an der
Pfarrkirche St. Martin.
Die voraussichtlichen Kosten werden auf 435 000.- Euro beziffert.

2015
Am Sonntag 26. Juli 2015 wurde nach der Renovierung zum ersten mal wieder ein Gottesdienst in der Kirche St. Martin gehalten.

2015
Am 25. Oktober 2015 war die offizielle Kircheneröffnung nach der Renovierung mit einem Pontifikalamt mit Weihbischof Dr.Dr. Anton Losinger.



Glockensätze in Ebershausen

In der Pfarrkirche " St. Martin" in Ebershausen sind zur Zeit 4 Glockensätze bekannt:
Erstausstattung
(Töne nicht bekannt)
1872 von der Fa. Hermann, Memmingen  as - ? - ? - cis
1923 von der Fa. Ulrich, Kempten
fis- a -h - cis
1950 von der Fa. Gebhard, Kempten
dis - fis - gis - h

Frühmeßstiftung in Ebershausen

- wenn sie zur Frühmeßstifung mehr erfahren wollen, dann klicken sie hier

Quelle: Chronik St. Martin Ebershausen
Bilder: © Fritz Spiegel & Archiv
Text: © Fritz Spiegel
 
    
    
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